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Textillexikon - Wolle

Wolle

Textillexikon - WolleDas Textilkennzeichnungsgesetz regelt die Deklaration von Fasern für die Textilherstellung. Als Wolle werden gemäß Gesetz die weichen Fellhaare, vor allem des Schafes bezeichnet. Spinnfähige Haare anderer Tiere dürfen als Wolle bezeichnet werden, sind aber mit einem näher bezeichnenden Vorsatz versehen, z.B. Angorawolle. Die Ursprünge der Wollnutzung liegen in Vorderasien, im 4. Jahrtausend vor Christus.

Im Vergleich zu Baumwolle oder Seide ist die Wollfaser gröber strukturiert. Ihre Oberfläche ist dachziegelartig aufgebaut. Durch diese Schuppenstruktur ist das Verhaken und Verfilzen möglich. Wolle ist eine sehr elastische Faser, aus der sich aufgrund ihrer geringen Dichte auch sehr leichte Stoffe herstellen lassen. Von Natur aus sind Wollfasern weißlich, braun oder schwarz, lassen sich aber durch ihre gute Farbaufnahmefähigkeit in allen erdenklichen Farbtönen einfärben. Wollfasern sind überdies sehr saugfähig, aufgenommene Feuchtigkeit wird nur sehr langsam abgegeben. Die Trocknungszeiten nach dem Waschen sind bei Wolltextilien daher vergleichsweise lang. Wollekleidung lädt sich normalerweise nicht elektrostatisch auf und die Faser ist schwer entflammbar. Wollfasern verfügen über hervorragende Wärmeregulierungseigenschaften, speichern Feuchtigkeit und sind luftaufnahmefähig. Aus diesem Grund ist Wollekleidung nach dem Auslüften wieder frisch und selbst Schweiß wird gebunden und neutralisiert.

Wird ein Kleidungsstück als Wolle ausgezeichnet, kann der Kunde davon ausgehen, dass es aus 100 % Wolle hergestellt wurde. Über die Qualität der Wolle ist damit aber keine Aussage getroffen. Während der Begriff Schurwolle besagt, dass die Wolle von lebenden und gesunden Schafen stammt, kann sich hinter dem einfachen Wort Wolle auch Reißwolle und Haar von geschlachteten oder verendeten Tieren verbergen. Transparenz bietet das sogenannte Wollsiegel, ein geschütztes Qualitätszeichen, das vom Internationalen Wollsekretariat verliehen wird. Wollsiegel zertifizierte Ware gewährleistet eine durch standardisierte Tests geprüfte Güte, z.B. die Farbbeständigkeit. Mit dem Wollsiegel ausgezeichnete Ware besteht zu 100 % aus reiner Schurwolle, bzw. aus bislang unverwendeter Wolle. Der Anteil an Nicht-Wollefasern (z.B. Effektgarne) darf nicht mehr als 5% betragen.