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Textillexikon - Hanf

Hanf

Textillexikon - HanfHanf ist eine uralte Kulturpflanze, die bereits in der Antike für die Herstellung von Bekleidung Verwendung fand. Die Phönizier und viele Seefahrer nach ihnen, nutzten für die Herstellung von Segeln Hanftuch, da dessen Fasern gegenüber Salzwasser sehr widerstandsfähig sind und sich nur minimal mit Wasser vollsaugen.
Als Mitte des 19. Jahrhunderts der Schneider Levi Strauss die erste Jeans auf den Markt brachte, um die Goldwäscher in Kalifornien mit strapazierfähigen, nässeresistenten Arbeitshosen auszustatten, benutzte er dazu Stoff aus reinem Hanf. Durch die vermehrte Nutzung von preisgünstiger Baumwolle und die Erfindung der Kunstfaser, führte Hanf über Jahrzehnte hinweg ein Schattendasein als Abdichtmaterial von Rohrgewinden.
Als nachwachsender Rohstoff, dessen Anbau ohne Chemieeinsatz vonstatten geht, ist der pflegeleichte und schädlingsresistente Hanf heute wieder verstärkt ins Bewusstsein der Verbraucher gerückt. Die Hanfpflanze wächst rasant und ist bei der Produktion von Biomasse anderen Nutzpflanzen weit überlegen.

Textilien aus Hanf sind sehr reiß- und scheuerfest. Aus diesem Grund sind Kleidungsstücke aus Hanf sehr langlebig. Bedingt durch den guten Feuchtigkeitshaushalt und den exzellenten Tragekomfort sind Hanffasern sehr gut für Sommerkleidung geeignet. Die Kleidung fühlt sich auch bei starkem Schwitzen nicht nass an. Im Gegensatz zu manch anderen Fasern, lässt Hanf auch nicht die Haare zu Berge stehen, da beim Tragen keine elektrische Aufladung erfolgt. Von ihrer Struktur her ähnlich wie Seide, haben auch Hanffasern im Sommer kühlende und im Winter wärmende Eigenschaften.
Hanfkleidung sollte im Schonwaschgang bei maximal 40 Grad gewaschen werden und darf nicht in den Wäschetrockner. Bei feinen Strickwaren aus Hanf empfiehlt sich die Handwäsche. Kleidungsstücke, insbesondere Jeans, gehen beim Waschen nicht ein, weiten sich aber beim Tragen.